Die Maresi
Maresi – das ist nicht nur eine Kondensmilch, die ganz fürchterlich schmeckt, sondern so wird auch Innsbrucks (vermeintliche) Prachtstraße von den Stadtbenutzern genannt. Die Maria-Theresien-Straße. So heißt sie richtig und das klingt vornehm.
Seit man in der Stadt beschlossen hat, eine Fußgängerzone daraus zu machen, wurden Ideen gesammelt, wie sie als solche dann aussehen soll: Es sollen Cafés die Straße säumen, deren Stühle und Tische weit hinausragen auf die jetzige Fahrbahn, die Straßenbahn wurde rausgeschmissen, es werden neue Geschäfte gemacht (ein ganzes Zentrum für neue Shops entsteht, das Kaufhaus Tyrol) und die Straße soll gepflastert werden. Pflastersteine sind immer gut. Die schauen toll aus und man erkennt daran eine Straße auch recht verlässlich als Fußgängerzone. (Fahrräder dürfen trotzdem durch die Maresi brausen… Wieso auch immer…)
Die Maresi wird jetzt also verschönert. Seit Frühjahr 2007 wird am Zankapfel des Jahrzehnts, dem Kaufhaus Tyrol gebastelt und seit letztem Jahr ist die ganze Straße eine Baustelle.

Der Asphalt kommt weg – Platz den Pflastersteinen! Das mit dem Pflastern hat sich als ganz super erwiesen, weil im gleichen Atemzug endlich die ganzen alten Rohre und Leitungen ausgetauscht werden konnten, was ja grundsätzlich gut ist und notwendig: die Dinger haben über 100 Jahre auf dem Buckel! Es wurde im April 2008 angefangen: Teer rausgeschraubt, Rohre rausgeholt, Rohre wieder reingestopft, Loch zugeteert und
Nach diesem Megaspektakel wurde das ganze nochmal aufgerissen, andere Rohre raus, andere Rohre wieder rein. Selbes Prozedere. Mit viel Lärm. Dreck. Pfui.
Und dann war Weihnachtsmarkt und Silvester.
Die ganze Sache wieder zugeschüttet und Teer draufgeklopft.
Jetzt gehts von vorne los. Der Asphalt, der eigentlich weg muss, ist immer noch da!
Aber kein Pflasterstein…









