Bruno der Bär zurück in Tirol!
Nein, mir ist kein Bärengeist erschienen und nein, ich will euch weder einen Bären aufbinden, noch hab ich zu viel wilde Beeren gegessen…
Und ich muss auch gleich die Hoffnungen aller Bruno-Fans auf eine neuerliche Bärensichtung in den Tiroler Bärgen enttäuschen. JJ1 ist tatsächlich wieder da, allerdings nur als Fernsehfilm.
Am Dienstag Abend war große Premiere von “Der Bär ist los!”. Zu Gast im Leo Kino Innsbruck waren dabei neben den Machern Felix Mitterer (Drehbuch) und Xaver Schwarzenberger (Regie & Kamera) auch die menschlichen Hauptdarsteller des Streifens: Harald Krassnitzer, Fritz Karl und die weibliche Hauptrolle mit dem klingenden Namen Nadeshda Brennicke.

Mit im Bild sind außerdem noch mein lieber Kollege Johannes Köck von der Cine Tirol und Martin Tschoner, der Obman des TVB Achensee, wo die Dreharbeiten statt fanden.
Kurzfristig hatte ich das Glück an Karten für diese Welturaufführung zu kommen. Ich will jetzt zwar nicht nicht zuviel über den Inhalt des Films verraten, gewarnt seien aber all jene, die sich eine sachliche und fachlich untermauerte Aufarbeitung der Geschehnisse vom Frühsommer 2006 erwarten, als der Braunbär JJ1 als erster Bär seit Generationen sein Unwesen in Tirol und Bayern trieb und für einen gigantischen Medienrummel sorgte. Felix Mitterer hat aus der tragischen Geschichte von Bruno eine turbulenten (aber für meine Geschmack teilweise leider etwas zu seichten) Klamauk gedichtet – mit dabei u.a. ein traumatisierten Bärenjäger aus Amerika, eine als Modell verkleidete Tierschützerin, Finnen mit starkem Alkoholproblem und verdammt spitzen Schuhen und Indianer. Ich darf dazu kurz die begeisterte nette Dame am Platz neben mir zitieren: “…Hahahahahahhaha…whuahhhahha….hihihihih….Prrrruusstt….hahaha….!!!!”
Zusätzlich wurde der ganzen Geschichte sogar noch ein Happy End verpasst. Tja, like it or leave it, kann ich da nur sagen…
…Ach wenn der arme Bruno das doch noch erleben könnte…
…ob er wohl allzu glücklich darüber sein würde wage ich zu bezweifeln… trotzdem gehe ich davon aus, dass er sich nächsten Mittwoch (25.02., Hauptabendprogramm ORF und ARD) mit einer Packung Lamm-Chips vor dem Fernseher sitzen würde um sich anzusehen, was diese komischen Filmleute da aus seinem Leben gemacht haben







