“Fact Finding Mission” nennt es sich, wenn die Tirol Werbung, also zumindest Teile davon, ausschwärmen um sich vor Ort ein Bild vom Touristischem Angebot in Tirol zu machen – man soll ja wissen, wovon man redet, bzw. was man bewirbt…

Letzte Woche stand Kitzbühel auf dem Reiseplan – genauer gesagt wurde die gehobene gamstädtische Hotelerie genauere unter die Lupe genommen. Organisiert wurde der Tagesausflug vom dortigen TVB (nochmal danke an Andrea und Günther für die Begleitung!) und es wurden uns 4 prächtige Häuser der echten Spitzenklasse, sprich von von 4 Sternchen aufwärts serviert. Nachdem ich ja an und für sich eher der klassische Rucksacktourist bin, war das für mich eine relativ neue und, nun ja, grenzwertige Erfahrung. Ich geh jetzt mal möglichst knapp meine Eindrücke zu den einzelnen Hotels durch:

Hotel Schloss Lebenberg (5*, 150 Zimmer & Suiten): brandneues Haus, wurd nach ausgiebiger Renovierung erst im Dezember 08 wiedereröffnet. “Moderne Architektur meets Mittelalter” – die Außenansicht ist zwar nicht so ganz mein Geschmack, innen werden aber alle Stückchen gespielt. Mein persönliches Highlight ist der Wellnessbereich im Dachgschoss inkl. riesigem Pool und Außen-Sauna (Panoramafenster) mit phenomenaler Aussicht über Kitzbühel und die umliegenden Berge.

Hotel Kitzhof (4*, 163 Zimmer & Suiten): Obwohl “nur” ein 4* Stern Haus, war der Kitzhof mein Favorit, als ich den ersten Schritt in die Hotel-Lobby gesetzt hatte fühlte ich mich auch schon wohl dort… hauptverantwortlich dafür war wohl das perfekt abgestimmte rustikal/moderne Design – großteils eine Kombination aus Altholz, Glas und Loden… Da würd ich eventuell schon eine Nacht in der Jugendherbe dafür tauschen ;-)
Und falls Familie Jolie / Pitt mal dort absteigen möchte, empfehle ich ihnen die 170m2 Kitzhof Suite, da sollten sie genügend Platz für die Kids finden. Der Kitzhof bietet übrigens auch optimale Räumlichkeiten für alle Arten von Tagungen und Incentives:

Hotel Schwarzer Adler (4* Superior, 88 Zimmer & Suiten): Aus der Not wird eine Tugend, sofern man den längsten Dachpool der Alpen als Tugend bezeichnen will… nachdem das zentral gelegene Hotel über praktisch keinerlei Grünflächen verfügt, wurde großzügig umgebaut (inkl. neuer Zimmer in innovativem Design mit viel Sichtbeton, in denen sich aber nicht nur urlaubende Bautechniker wohlfühlen sollten) und kurzerhand einen 500m2 Panorama-Spa-Oase auf dem Dach des Hotels angelegt. Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Staatspreis für Architektur. Big Fat Respect auch von mir dafür :-)

Grand SPA Resort A-Rosa (5*, 115 Zimmer, 36 Suiten): Ein echtes Schlosshotel mit Ritterrüstung, Burgfräulein und Golfanlange im Burghof. Wenn der Bertelsmann Verlag das Haus 2008 als “bestes Hotel Österreichs” ausgezeichnet hat, wird er wohl wissen warum. Traumhaft außerhalb der Stadt gelegen mit überragendem Wellnessangebot ist das A-Rosa auch kulinarisch “kaum zum biagn”, sprich: nur schwer zu übertreffen: in 3 Restaurants sorgt Sternekoch Eduard Hitzberger für Freude im Gaumenbereich.

Trotzdem dinierten wir an diesem Tag wo anders: Und zwar durften wir uns im Ski & Golf Resort Grand Tirolia von einem weiteren Meister seiner Zunft, the one and only Bobby Bräuer, in dessen Gourmetrestaurant “Petit Tirolia” bekochen lassen. Mal ganz ohne Selbstlob: unter normalen Umständen halten meine Tunfischnudeln jedem Vergleich stand… aber an Herrn Bräuers Kalbschulterpeischl kommen sie nicht ran. Ganz ehrlich jetzt.

So. Falls es nach diesem elendslangen Posting noch wen gibt, der es geschafft meinen Ausführungen bis hier unten zu folgen, möchte ich ihm erst mal herzlich dazu gratulieren. Und als Belohnung erspare ich all jenen auch nähere Details zu unserer abschließenden Besichtigung der Kitzbüheler Innenstadt. Obwohl sich die exquisiten Shops und das schmucke Ambiente durchaus noch ein Statement verdient hätten… was ich ja hiermit eigentlich auch schon erledigt hab;-)