Im p.m.k. (www.pmk.or.at) ist es vor ein paar Wochen zu einem wahren Highlight des Konzertjahres gekommen!

Ich gebe zu, nicht unerwartet. Schließlich zeichnet sich Veranstalter Helmut Berchtold und sein Innpuls-Verein (www.catbull.com/innpuls) für den Auftritt der schwedischen Antennas (www.antennas.se, http://www.youtube.com/watch?v=1o1wpenlXDQ) verantwortlich. Und wenn in Innsbruck einer ein Gespür für tolle Independent-Bands hat, dann er.  Diesem Mann verdankt Innsbruck den größten Teil seines Musikprogrammes aus Indie-Welt. Es sei nur an den fantastischen Gig von Final Fantasy im Bierstindl vor zwei oder drei Jahren erinnert. Das war wunderbar….

Gut. Zurück zu den Antennas. Eine schwedische Band mit einem Sound, der einen beim ungläubigen und verblüfften Lauschen überrennt! Schon das Album ein Kracher, der Live-Auftritt war definitiv was fürs Tanzbein.

Der Sound kommt schon recht 80er daher, bißchen Glamrock-Attitüde (null beim Äußeren!) und Drama, Pathos und Leidenschaft in Hülle&Fülle. Die Texte sind recht düster, handeln von Angst, Verzweiflung und so. Eine bewährte Mixtur, die hier vortrefflich funktioniert. Diese fünf (eigentlich sind sie zu dritt, auf Tour zu fünft und der Bassist ist sowieso nur geliehen, hat er gesagt) jungen Typen aus Schweden haben sehr sehr gut gespielt! Der Drummer hat die Snare nur so rollen lassen und der Gitarrist hat schön begleitet und nur dann gepoltert, wenns hat sein müssen, Bass und Keyboards haben fleißig mitgewoben an diesem Klangteppich. Der Sound brettert mit dem ersten Takt los, als wär er wild geworden. In all seiner Dichte hat er sich vor den Ohren des Publikums ausgebreitet und fulminanten Einzug gehalten in die Gehirne der Zuhörer. So was bleibt natürlich nicht unbelohnt – dem hat’s ordentlich gefallen! Das begeisterte Auditorium hat getanzt wie selten. Das hat gerockt, aber echt!

Natürlich ist auch bei den Antennas der Sänger Dreh- und Angelpunkt.  Der hat eine Stimme, die beim ersten Hören des Albums weiblich klingt… oder zumindest potentiell weiblich. Dann steht da plötzlich so ein junges Bürschchen auf der kleinen Bühne, ganz in schwarz gekleidet mit rotem Bandanatuch um den Hals und dickem Schnauzbart und klingt streckenweise ein bisschen wie Caleb Followill von den Kings of Leon. Ja, die haben eine Performance abgeliefert, die sich schon sehen/hören lassen kann. Was man bei so Newcomern ja nicht immer sagen kann…

War wirklich cool. Und allen, die nicht dort waren, soll’s leid tun!

Plakat, www.inkmusic.at

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