‘Alt, aber gut’ – EuroAntik 2010
(#oeneu) Ich gebe zu, ich hab einen gewissen Hang zu ‚alten Sachen’. ‚Alt’ im Sinne von ‚da steckt ein bisserl Geschichte drin’. Ein alter Holztisch mit Furchen, Unebenheiten, Rundungen, ein bisserl glänzend vom vielen Gebrauch, könnte viele interessante Geschichten erzählen. Genauso wie die alte Ausstandstruhe, alte Münzen, Postkarten, die allesamt Spannendes, Trauriges, Lustiges und Interessantes über längst vergangene Tage mit sich tragen. Das alles macht für mich den Flair von Flohmärkten und Antiquitätenmessen aus.
Zum Besuch der EuroAntik in Innsbruck, der laut Veranstalter ‚größten Messe Österreichs für Sammler von Kunst, Antiquitäten und exquisiten Altwaren’, musste ich also nicht lange überredet werden.
Die Veranstaltung findet zwei mal jährlich in der Messehalle 2 am Innsbrucker Messegelände statt. Das ist deshalb erwähnenswert, weil es sich bei der Halle 2 um eine denkmalgeschütze Halle handelt, die 1893 in Prag ab- und in Innsbruck wieder aufgebaut wurde. Allein deshalb zahlt sich ein Besuch schon aus.

Das Schöne an Antiquitätenmessen ist, dass sich über Geschmack gottseidank streiten lässt und somit finden auch die – nach meinem Geschmack – haarsträubendsten Gegenstände einen Käufer.

Neben all den angebotenen Sammlerstücken und ‚Kitsch’ – das mein ich natürlich wieder nur höchstpersönlich – findet man aber auch echte Raritäten: Von Biedermeier Möbeln über Porzellan bis hin zu wunderschönen Gemälden. Mich haben bei dieser Messe vor allem Bilder von E.T. Compton (ausgestellt von Antiquitäten Wagner) begeistert. Der Engländer Compton gilt als einer der bedeutendsten Hochgebirgsmaler und hat zahlreiche alpine Motive, darunter viele Tiroler Berge, gemalt. Die Stimmung auf den Bildern ist beeindruckend.
Leider konnte ich mir keines der Werke leisten. Da bleibt mir nichts anderes übrig als zu hoffen, dass ich bei der nächsten EuroAntik, vom 26.-28.November, wieder ein paar seiner ausgezeichneten Bergbilder bewundern kann.








