Die Entdeckung des Obernberger Sees
(#oeneu) Als begeisterte Fotografin bin ich immer auf der Suche nach schönen Motiven, genauer gesagt Postkartenmotiven! Man sieht oft die wunderschönsten Landschaften, Seen, Buchten, Berge auf diversen Plakaten, Werbebroschüren, Postkarten und im Internet, leider steht meist nicht drauf wo das Bild entstanden ist.
Stösst man dann aber zufällig drauf, freut man sich unglaublich, das begehrte Motiv gefunden zu haben und selbst fotografieren zu können.
So ein Gefühl hatte ich bei meiner Entdeckung des Obernberger Sees.
Auf Empfehlung einer Freundin (‘Der See ist ein Traum!‘) sind wir nach Gries am Brenner und dann weiter ins Obernberger Tal gefahren. Ausgangspunkt der Wanderung war der Gasthof Waldesruh in Obernberg.
Von dort führt zunächst eher flach eine Schotterstrasse durch einen kleinen Wald bis zur Unterreinsalm. Dort hatten wir dann die Wahl: Almenweg über die Oberreinsalm oder weiter die Schotterstrasse. Beide Schilder zeigten 30min. Die Kinder haben sich bergauf für den Schotterweg entschieden. Runter solls dann über den Almweg gehen. Vorbei an herrlich blühenden Almwiesen gehen wir über den anfänglich recht steilen Forstweg durch den Wald. Einige Mountainbiker (manche sogar mit Kindersitz!) haben uns überholt. Nach ca. 45 Minuten Wanderung (inclusive Errichtung eines Wegmarkers, Tschurtschenweitwurfwettbewerb und Beobachtung von Riesenameisen) war er dann auf einmal da: der Obernberger See. Beim ersten Anblick hat’s nicht nur uns ‘Grossen’ die Sprache verschlagen: ‘Wow, das is cool da!’ brachte es unsere Tochter auf den Punkt. Und ich hab mir gedacht: ‘Genauso wie auf dem Werbefoto!’
Der See liegt wunderschön mitten drin in den Bergen, die Bäume am Ufer spiegeln sich im kristallklaren Wasser und die alten Holzboote unterstreichen die Wildromantik perfekt.
Vor allem das Grün des Wassers hat ich fasziniert. Da musste für’s Werbefoto nicht viel digital nachbearbeitet werden! Nur die Kälte des Wassers kommt digital dann doch nicht so rüber. Mehr als unsere Zehen haben wir nicht ins kalte Wasser gesteckt, ein paar Mutige aber waren sogar schwimmen.
Mit Freude haben wir festgestellt, dass die alten Holzboote nicht zur Deko da sind, sondern gemietet werden können! Eine Bootsfahrt kann ich nur jedem empfehlen!
Genauso wie die Einkehr in die Obernberger Alm.
Nicht nur optisch, auch geschmacklich kann sich das Essen auf 1600m sehen lassen. Im familieninternen Kaiserschmarren-Ranking konnte der Obernberger Kaiserschmarrn eine Topplatzierung erreichen (vor allem die Grösse und die Extrabeilage – Vanilleeis – führte zur vollen Punktezahl der jungen Jury). Auch für’s freundliche und schnelle Service gibt’s Höchstnoten!

Nach ausgiebiger Jause sind wir dann am Ost-Ufer auf einem flachen Schotterweg entlang des Sees spaziert. Vorbei an wunderschönen kleinen Buchten, mit herrlichem Blick auf den See und den Tribulaun, hinauf auf eine kleine Insel zur Kapelle Maria am See, und weiter bis zur Seealm.
Nach einer kleinen Rast ging’s dann über einen schmaleren Waldweg am West-Ufer zurück zur Obernberger Alm. Knapp 1,5 Stunden waren wir unterwegs.

Bevor’s über den schönen Almweg zurück nach Obernberg geht, noch einmal kurz die Zehen ins Wasser stecken, noch einmal den herrlichen Blick über den See schweifen lassen und die Freude geniessen, ein Postkartenmotiv entdeckt zu haben!
PS: den Obernberger See und die Oberreinsalm gibt’s übrigens auch als Hintergrundbild zum Herunterladen!















