Ostern mit Glaskugeln und Goldfischen
An den Tagen vor Ostern spürt man in einigen Tiroler Orten bereits die Vorfreude auf das Fest. In Imst, etwa 50 km westlich von Innsbruck gelegen, leben die Bewohner die Osterbräuche noch die alten Traditionen.
Bereits am vergangenen Palmsonntag führte der Weg der Palmprozession durch die Stadt und das „Bergl“. Dort bei der Johanneskirche finden zwei Bäche zueinander, und oberhalb der Kirche erhebt sich zwischen den zwei Schluchten der Kalvarienberg. Bereits im 5. Jahrhundert entstand mit der Laurentiuskapelle hier eines der ältesten christlichen Bauwerke Tirols. Die Imster Palmprozession ist für ihre überdimensionalen Palmlatten bekannt. Die jungen Burschen der Gemeinde wetteifern während des Umzugs um die Ehre der längsten Palmlatte – die längste war heuer über 33 Meter hoch! Geschmückt mit bunten Bändern, Ölzweigen und Brezeln tragen sie die Stangen zur Pfarrkirche, dort muss sie auch aufgerichtet werden, ohne abzubrechen.
Unser Tipp für Familien und Gäste:
Auch am Gründonnerstag und am Karfreitag wandern Gläubige aus der Region über den stimmungsvollen Felsen im Zentrum von Imst. Dabei gibt es keinen fixen Zeitplan – den ganzen Tag geht der Zug vorbei an sieben Bildstöcken zur Pestkapelle. Die fantasiereichen Nachbildungen der Jerusalemer Grabeskirche sorgen bei Kindern für leuchtende Augen. Bunte, leuchtende Kugeln, Goldfische (!) und Springbrunnen dekorieren das surreale Szenario.









