108.059 Fotos, 5.691 Fotografen, 125 Länder
Fassungslosigkeit. Entsetzen. Wut. Solche Gefühle waren es, als ich am Freitag vor dem World Press Photo 2011 stand. Bibi Aisha flüchtete aus dem Haus ihres Ehemanns und wurde zur Strafe grausam entstellt. Ihr Bild ging um die Welt. Zur Zeit ist das Foto, das so viele Titelblätter zierte, in Tirol zu sehen. Jedes Jahr Anfang Dezember macht die World Press Photo Ausstellung im Rahmen ihrer Welttournee Halt in Innsbruck und zeigt neben dem Siegerfoto rund 200 weitere bewegende Pressebilder des vergangenen Jahres. Heuer ist da zum Beispiel ein nachdenklich wirkender WikiLeaks-Gründer Julian Assange, ein Junge aus Haiti, der nach dem verheerenden Erdbeben auf einen brennenden Eisenmarkt blickt oder ein Mann aus Somalia, der einen Hai auf seinen Schultern trägt.
Noch bis zum 18. Dezember sind die weltweit besten Pressefotografien des vergangenen Jahres in Innsbruck zu sehen. Das Foyer im 2. Stock des Congress Innsbruck wird dabei zum Schauplatz zeitgeschichtlicher Fotodokumente. „…without our photographs, there is no evidence. Photographs become our world’s collective memory“, sagt David Burnett, Vorsitzender der Jury 2011. Wer in der vorweihnachtliche Hektik keine Zeit für ein bisschen Zeitgeschichte findet, kann die prämierten Fotos auch online bestaunen: www.worldpressphoto.org
Veranstaltungsdetails:
Congress Innsbruck
25. November – 18. Dezember 2011
täglich 10 – 19 Uhr
Eintrittspreise:
Erwachsene: 5.-
Schüler/Studenten/Lehrlinge: 3,50.-









