Freeeriden in Gletscherlandschaft am Stubaer Gletscher mit Patrcik vom Freeridecenter Stubai

Freeriden mit Zug und Bus in Tirol

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Marius

Marius Schwager lebt und arbeitet als Journalist und Fotograf in... Zum Autor

Freeriden und Umweltschutz sind zwei Dinge, die sich eigentlich wunderbar ergänzen. Wäre da nicht der miese ökologische Fußabdruck durch die Autoanfahrt. Die landläufige Meinung ist, Freeriden ohne Anfahrt mit dem Auto geht nicht. Ich behaupte, es geht doch, und das sogar ziemlich hervorragend. Egal ob man aus Bregenz, München oder mitten aus der Landeshauptstadt Innsbruck morgens losfährt, in einigen Gebieten Tirols erwischt man die erste Gondel – und ein leckerer Morgencapuccino mit Schokocroissant wird auch entspannter genossen, wenn man nicht selbst am Steuer sitzt.

Generelle Tipps zum Freeriden mit Öffentlichen Verkehrsmitteln

Kühtai, Haggen, Bushaltestelle, Freeride, Tirol

Bushaltestelle bei einem alten Bauernhof in Haggen. Von hier fährt tagsüber zu jeder vollen Stunde ein Bus Richtung Kühtai.

Seefeld

Seefeld ist eines der Tiroler Gebiete, die vom berüchtigten „Nordstau“ profitieren. Kommen Niederschläge von Norden, schneit es hier mitunter erhebliche Neuschneemengen und oft wesentlich mehr als in den südlicheren Teilen Tirols. Die Bahn fährt hier zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck über eine Bergstrasse mit malerischer Aussicht ins Inntal, wie man sie sonst nur in der Schweiz erwarten würde. Freerider aus Innsbruck oder München-City können mit den Reisebussen von www.Meinfernbus.de zudem direkt am Parkplatz des Skigebiets Rosshütte auf Wunsch aussteigen.

Linktipps: www.rosshuette.at,

www.skigebiet-seefeld.at

Freeride Tirol, Axamer Lizum, Kalkkögel

Skitouren in den Kalkkögeln/Axamer Lizum

Arlberg

Nicht erst seit gestern ist der Arlberg einer der Freeride-Hotspots der Alpen. Weitläufiges und abwechslungsreiches Gelände und eine fast unüberschaubare Masse an fahrbaren Freeride-Runs in Verbindung mit großen Stauniederschlägen machen den Arlberg vollkommen zu Recht zu einem der beliebtesten Freeridegebiete der Alpen. Was wenige wissen: Der Bahnhof in St.Anton ist nur einen Steinwurf von der Galzig-Bahn entfernt. Nach St.Anton am Arlberg mit dem Zug zum Freeriden zu fahren ist nicht nur bequem, sondern man spart sich auch noch die 7 Euro Parkplatzgebühr für das Auto im ganzen Ortsgebiet. Die Railjets sind bequem und ab Innsbruck oder Bregenz schafft man die begehrte erste Gondel für frische Spuren ohne Probleme.

Freeride, Hochfügen, Rastkogel

Skitouren- und Freeridegelände rund um den Rastkogel zwischen Mayrhofen und Hochfügen. Die Überschreitung macht man am besten ohne Auto und mit der kostenfreien Zillertalbahn.

Zillertal

Das Zillertal ist Anziehungspunkt Nummer eins für Skifahrer und Freerider aus dem Süddeutschen Raum. Freerider schätzen die perfekten Freeridehänge rund um die 150er-Tuxbahn im Gebiet Mayrhofen, die Firntouren am Zillertaler Gletscher und die Neuschneemengen in Hochfügen. Die Lifte erschließen weitläufiges Gelände und mit ein wenig Fußmarsch erwischt man oft tagelang nach dem letzten Schneefall noch unverspurte Runs wie z.B. rund um den majestätisch thronenden Gilfert oder die Wetterkreuzspitze zwischen Hochfügen und Kaltenbach. Für den frühen Start in den Neuschnee empfiehlt es sich mit der Zillertalbahn ab Jenbach bis Station Kaltenbach zu fahren. Die Gondelstation ist keine 200 Meter vom Bahnhof entfernt.

Die Anreise per Bahn geht im gesamten Zillertal oftmals mit nur einmal Umsteigen in Jenbach. Mit Skiticket und Skiausrüstung sind die Zillertalbahn und Skibusse ab/bis Jenbach gratis.

Linktipps: www.hochzillertal.com, www.zillertalarena.com, www.mayrhofner-bergbahnen.com

Freeride, Nordkette, Seegrube

Freeriden an der Nordkette ist stressig, aber, wenn man es richtig erwischt, gibt es für erfahrene Freerider kaum besseres Gelände.

Innsbrucker Hausberge

Die Landeshauptstadt Tirols ist für Wintersportler eine echte Perle und so wohl einzigartig auf unserem Planeten. Der Transport mit Bussen ist zu allen neun Hausskigebieten gratis. Auch Freerider profitieren davon natürlich. Wer an einem klassischen Nordstaugebiet nicht einmal das Gerangel um die ersten Lines im frischen Schnee an der Nordkette miterlebt hat, dem fehlt ein echtes Erlebnis in seiner Freeriderkarriere. Der Powderalarm und die Neuschneemengen an der Hungerburg Talstation sind berühmt und berüchtigt. Ruhiger und gemütlicher geht es auch von der Geografie her in den Hausgebieten Schlick2000 und Axamer Lizum zu. Bei Schlechtwetter sucht man sich den Neuschnee am besten unweit der Gondelbahn in den Latschenhängen, bei schönem Wetter laden Freeride-Touren im beeindruckenden, dolomitartigen Gestein des Kalkkögel-Massivs Kenner zu steilen Rinnenabfahrten ein. Für Skitouren wie die im Sellrain, auf Gamskogel, Nockspitze oder Pockkogel ist es ohnehin sinnvoller, das Auto spätestens in Axams stehen zu lassen und Hin- und Rückweg per gratis-Skibus zurückzulegen.

Die Skibusse starten in Innsbruck alle am Hauptbahnhof und sind unter www.ivb.at bzw. auf den Webseiten der Skigebiete ersichtlich. Linktipp: www.innsbruck.info/freeride-city

Freeridecenter Stubai, Zuckerhütl, Skitour

Freeeriden in Gletscherlandschaft am Stubaer Gletscher mit Patrick vom Freeridecenter Stubai

Stubaier Gletscher

Der Stubaier Gletscher ist das wohl meistfrequentierte Gletscherskigebiet der Alpen. Freerider schätzen die hochgelegenen Lage und damit insbesondere das große Potential für ausgedehnte Frühjahrstouren. Die Paradeskitour ist die auf das markante Zuckerhütl. Der einfache Zustieg mit den Bergbahnen macht diese Gletscherskitour über das Pfaffenjoch so beliebt. Wer mit dem Bus unterwegs ist, dem empfiehlt sich besonders die Abfahrt über den Sulzenauferner. Landschaftlich interessanter ist diese Abfahrtsroute allemal, und Busfahrer müssen ihr Auto am Nachmittag nicht noch mühsam am Gondelparkplatz abholen.

Die Anfahrt zum Stubaier Gletscher kostet ab Innsbruck Hauptbahnhof lediglich 6,80 Euro hin und zurück per Postbus.

© Fotos: Michael Gams (1), Marius Schwager (alle weiteren)

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