Erstausstrahlung der TV-Doku „Wanderlust! Der Lechweg“ auf ARTE

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Cine Tirol

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Der Brite Bradley Mayhew präsentiert in der TV-Dokureihe „Wanderlust!“ auf ARTE die schönsten Fernwanderwege Europas, die jeder gehen kann.

Foto: Sandra StrolzDafür war er auch am Tiroler Lechweg unterwegs – begleitet von Sandra Strolz, einer waschechten Lechtalerin. Die dabei entstandene TV-Doku seht ihr am 7. August um 19:30 Uhr auf ARTE. Schon eine Woche davor feiert der Dokumentarfim „Wanderlust! Der Lechweg“ in Tirol seine Weltpremiere, und zwar am 30. Juli 2015 ab 20:30 Uhr auf der Geierwally Freilichtbühne in Elbigenalp. 

Wir haben Sandra Strolz (rechts im Bild) um einen Gastbeitrag für den BlogTirol gebeten. Hier teilt sie mit uns nochmals ihre schönsten Momente und Begegnungen während der Dreharbeiten:

„Am Lech entlang“ von der Quelle bis zum Fall…

…das ist der Lechweg, ein 125 km langer Weitwanderweg von den Formarinquellen bei Lech bis zum Lechfall bei Füssen. Der Lechweg war mir durchaus ein Begriff, war ich doch auch zeitweise am Projekt beteiligt und kannte durch meine Tätigkeiten bei der Tirol Werbung und der Lech Zürs Tourismus sowie als gebürtige Lechaschauerin nicht nur den Lechweg, sondern auch die meisten Beteiligten am Lech entlang. Die Einladung, den britischen Lonely Planet Autor und Wanderlust! Protagonisten Bradley Mayhew als Co-Host und Wanderfreundin am Lechweg zu begleiten, kam dann allerdings doch sehr überraschend und war zu Beginn nicht vorstellbar. Die Suche galt einem „Mädel aus der Region, das die Gegend und die Leute kennt, und wenn möglich jung und sportlich ist und natürlich gut Englisch kann“. Die meisten Anforderungen würden ja zutreffen, aber ich vor der Kamera, und da wäre noch mein Job… es ging alles sehr schnell und sollte wohl so sein, schon ein paar Wochen später fand ich mich hoch über dem Formarinsee am Steinernen Meer, beim Start der Dreharbeiten zum Wanderlust! Lechweg Film.

Das Team rund um Produzent Bernd Girrbach – Kopf, Herz und Seele des Teams – bestand aus Kameramann Alok Upadhyay, Tonmann Rainer Hirsch, Protagnonist Bradley Mayhew und mir als Co-Host und Wanderfreundin. Ein deutscher Produzent, ein indischer in Neuseeland lebender Kameramann, ein bayerischer Tonmann, ein englischer in Montana lebender und das Himalaya bereisender Protagonist und eine im Herzen schottische Tirolerin als Wanderfreundin – kurzum ein bunter Haufen mit Teamgeist und internationalem Flair unterwegs am Lechweg.

Die Erinnerungen an die Dreharbeiten…

Foto: Sandra Strolz…zum Wanderlust! Lechweg Film letzten Sommer sind bleibend, mit vielen schönen Momenten, netten Menschen und interessanten Begegnungen. Das Wetter spielte nicht immer mit, mal zu viel Sonne und das falsche Licht, mal zu viel Regen und Nässe, dann wieder zu viel Wind und Lärm – doch so ist es beim Film und auch in den Tiroler Bergen. Die Drehtage waren oft lang, von den ersten Sonnenstrahlen bis spät in die Nacht, mitunter auch mit langen Pausen und Wartezeiten, das zufriedene Lächeln von Bernd und Alok entschädigte so manche Strapazen – und wie beim Lechweg selbst, gilt auch hier der Weg ist das Ziel, Schritt für Schritt, Etappe für Etappe, Tag für Tag, den Augenblick genießen, den Moment leben, den Blick auf das Wesentliche richten und dabei das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

 Der erste Drehtag…

…war bereits ein Höhepunkt, noch vor Sonnenaufgang ging es in Richtung Formarinsee und mit Christl Moosbrugger und Philipp Walch, den Pferden und einer zutraulichen Ziege hoch hinauf zum Steinernen Meer, um die größte Steinbock Kolonie der Alpen zu sehen. Der Besuch der Alpe Bürstegg mit den Pächtern Norbert und Franziska war für mich auch ein besonderes Erlebnis, ist Bürstegg doch ein ganz spezieller Ort mit Geschichte. Die Grenze nach Tirol überschreitend, fanden wir uns im Gehrnerhof wieder, wo Lisbeth Fritz mit Leib und Seele den Hof betreut und ihre Gäste bewirtschaftet.

Foto:

Wir durften nicht nur die Gaumenfreuden und den herrlichen Ausblick auf die umliegende Bergwelt genießen, sondern auch in Lisbeths Küche mithelfen – eines meiner persönlichen Highlights. (Foto: Sandra Strolz)

Unter Lisbeths Anleitung kredenzten wir Kärntner Nockalan, auf die süße und die deftige Art – was für ein Spaß und natürlich Genuss! Ein Highlight nach dem anderen machte das Drehen für mich zu einem wahren Erlebnis, nahm mich doch Bruno Hauser auf der Bockbachalm mit zum Melken und am nächsten Morgen ging es zu Kurt Sojer in die Käserei zur Käseherstellung. Bradley und ich hatten sichtlich Spaß.

Begegnungen am Lechweg

Der Abstecher ins Madau, um Bradley die Geierwally Geschichte zu schildern und dabei ein echtes Bauernschmalzbrot zu genießen und einen lieben Weggefährten auf vier Beinen zu treffen, hat sich sichtlich gelohnt. Es kamen noch viele weitere Highlights am Weg, eines ist dabei klar und bestätigt sich für mich immer wieder – es geht um die Menschen und die Begegnungen im Leben. Und dafür müssen wir uns manchmal auf die Reise begeben, einen neuen Weg gehen, dabei oft mal verweilen und öfter einfach nur sein. Der Lechweg – vor und hinter der Kamera, im Film und im wahren Leben – ein Weg, an dem man den Gedanken freien Lauf lassen kann, nette Menschen trifft und inmitten der herrlichen Landschaft einfach nur ist…

Ein paar Wochen nach Ende der Dreharbeiten ist Bernd Girrbach auf unfassbar tragische Weise während eines Recherche-Aufenthaltes in der Türkei ums Leben gekommen – eine Nachricht, die uns alle zutiefst erschüttert hat. Bernd wird in unseren Herzen bleiben, durch seine Filme und vor allem durch seine Art.

Weitere Infos zur Premiere von „Wanderlust! Der Lechweg“ findet ihr auf der Website der Cine Tirol

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