Und Action! So dreht ihr ruck, zuck euer eigenes Skivideo.

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Auch als Hobbysportler könnt ihr mit einfachen Mitteln euer eigenes, kleines Ski- oder Snowboardvideo drehen. Videoprofi Christoph Zarfl gibt euch Tipps, wie ihr in wenigen Schritten euer eigenes Actionvideo im Schnee filmt, schneidet und mit euren Freunden teilt.

Michael

Michael Gams ist in seiner Freizeit viel im Land unterwegs: Beim... Zum Autor

„Der beste Film ist der, in dem man selbst die Hauptrolle spielt und den man dann mit Freunden teilen kann“, sagt Christoph Zarfl. Im Interview erfahrt ihr von ihm, wie ihr euer eigenes Ski- oder Snowboardvideo produziert.

Du verleihst Actionkameras und bietest Videoschnitt-Workshops direkt im Skigebiet. Wie kamst Du auf diese Idee?

Christoph: Ich habe unter anderem den Film Freeride Deluxe gedreht (in St. Anton, Fieberbrunn, etc.) – im TV war der Film ein Riesenerfolg (ich glaube die meist gezeigte Freeride-Dokumentation in Europa). Online haben sich den Clip nicht so viele angesehen. Erst als die Freerider Ihre eigenen kurzen Clips online stellten, haben sich die Views gesteigert – jeder wollte in seinem kleinen Film die Hauptrolle spielen. Dann wurden die Clips auch online geteilt.

Der zweite Grund: Meine Freunde haben mich regelmäßig gefragt, wie sie Ihr GoPro-Footage schneiden können – meistens hatten sie keine Zeit und Scheu vor der Technik. Das Ergebnis war, dass Tonnen von Filmmaterial auf Speicherkarten verstaubten. Mit dem Mountain Media Center lösen wir das Problem: Jeder kann zu uns kommen und sein Footage aus St. Anton schneiden lassen.

Welche Ausrüstung brauche ich, um mein eigenes Skivideo zu drehen?

Christoph: Es beginnt mit den richtigen Kameraeinstellungen. Hier muss man sich überlegen ­– will man Zeitlupe oder maximale Auflösung? Beispielsweise kann die aktuelle Actioncam von GoPro 120 Bilder pro Sekunde aufnehmen – das ermöglicht tolle Aufnahmen in Superzeitlupe. Wir verleihen auch Skibrillen mit integrierter Kamera, 360-Grad-Kameras und Actioncams, welche aktuelle Daten wie Geschwindigkeit und Höhenmeter im Video einblenden. Genauso wichtig wie die Kamera ist es für mich auch, die Kamerawinkel zu variieren – dazu braucht man unterschiedliche Mounts und Poles (Kamerabefestigungen), etwas Kreativität und Erfahrung. Das wichtigste sind natürlich die Kulisse und die Darsteller. In St. Anton finden wir dafür perfekte Voraussetzungen und haben hier ein kurzes Video-Tutorial zu den verschiedenen Kameraeinstellungen gedreht.

Video-Tutorial: Kreativ filmen mit Actioncams

Wie schneide ich das Video?

Christoph: Für den Schnitt gibt es bereits zahlreiche kostenlose oder sehr günstige Apps für Smartphone, Tablet oder auch Computer. Zum Beispiel iMovie oder GoPro Studio (letzteres wird mit der Kamera mitgeliefert). iMovie ist sehr intuitiv und man kann dann später auf das sehr ähnliche, professionelle Final Cut umsteigen. Für den Anfang empfehle ich iMovie, weil man sehr schnell zu guten Ergebissen kommt.

Viele Actioncam-Hersteller liefern passende Videoschnittsoftware kostenlos dazu.

iMovie eignet sich sehr gut für Einsteiger. Viele Actioncam-Hersteller liefern auch passende Videoschnittsoftware kostenlos dazu.

Tipps zur Verbreitung eures Videos

Hier habt ihr die Qual der Wahl. Ihr könnt euer Video auf Facebook hochladen und mit Freunden teilen oder auch auf YouTube hochladen und den Video-Link teilen. Eine weitere bekannte Videoplattform ist Vimeo. Ganz kurze Videoclips (bis maximal 15 Sekunden) könnt ihr auch via Instagram teilen.

Enjoying Powder in #stantonamarlberg #lovetirol

A video posted by @smagichim on

Oder ihr besucht einfach einen kostenlosen Workshop (noch bis 13.3.2016) bei Christoph Zarfl in St. Anton am Arlberg. Er stellt euer Video auf mountainmediacenter.com/videos online. (Alle Videos aus St. Anton zum Nachschauen gibt’s auch hier auf YouTube. Noch bis März 2016 läuft dort übrigens ein Ski- und Snowboard Videocontest. Ihr könnt dort euer eigenes Skivideo (sofern es in St. Anton am Arlberg gedreht wurde) einreichen und ein Skiwochenende oder Sachpreise gewinnen.

Fotos: Mountain Media Center / Christoph Zarfl

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