Das Rad im Gepäck – Fototermin mit Mountainbikeprofi Lisi Osl

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Rastlos. So könnte man den Rennalltag der Profi-Mountainbikerin Lisi Osl in einem Wort beschreiben. Sie kam in der Mountainbike-Weltcupsaison 2015 viel herum: Zypern. Schweiz. Deutschland. Tschechien. Österreich. Italien. Kanada. USA. Andorra. Griechenland. Zuhause in Tirol will Lisi erstmal vor allem eines: Nichts tun. Doch zuvor wartet noch ein letzter Termin…

Michael

Michael Gams ist in seiner Freizeit viel im Land unterwegs: Beim... Zum Autor

4 Uhr morgens in Griechenland.

Lisi Osl‘s Wecker klingelt. Die Profi-Mountainbikerin schwingt sich aus dem Bett. In den Tagen zuvor hat sie hier in Griechenland ihr letztes Mountainbike-Rennen der Saison 2015 bestritten. Ihr Mountainbike steht fein säuberlich zerlegt in einer Reisetasche bereit. Zum Glück ist es aus Carbon, denn mehr als 23 Kilogramm Gepäck hat sie bei ihren Flügen selten dabei. So bleiben noch einige Kilo für Radhelm, Radschuhe, Trikots und sonstige Sportbekleidung übrig. Abflug Richtung München. Ihr Flugzeug landet eine Stunde zu spät. Das wäre nicht weiter tragisch. Aber in Innsbruck wartet bereits ein Fototermin auf sie. Lisi wählt die Route über Garmisch. Holzschlägerungsarbeiten. Stau. Endlich kommt sie in Tirol an.

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Fotoshooting in der „Bikerei“

Das Team des Tirol Shops begrüßt Lisi. Visagist Michél Schiwon kümmert sich um ihr Make-Up für die Fotos. „Ich selber schminke mich eigentlich nicht viel und Michél hat das auch sehr dezent gemacht“, sagt Lisi. Sie liebt es sportlich-leger: T-Shirts und Kapuzenpullis. “Ihr habt‘s mich total erwischt mit dem Zeug. Da schlüpf ich rein und es passt!“, sagt die zierliche Sportlerin über Kleidung, die sie fürs Fotoshooting trägt.

Ich bau‘ mir ein Mountainbike

Die Location des Fotoshootings passt perfekt zu Lisi’s Leidenschaft für Zweiräder: Es handelt sich um eine offene Fahrradwerkstatt „Bikerei“ (Kulturbackstube Bäckerei). Dort packt Lisi ihr Mountainbike aus. Nach über zwölf Jahren als Profi-Mountainbikerin kennt sie ihr Arbeitsgerät in- und auswändig. Rahmen, Kurbel, Sattel, Laufräder – Stück für Stück setzt sie alles flink zusammen. „Durch die viele Herumreiserei ist das schon üblich bei mir. Aber wenn ich beim Rennen am Start stehe, macht das schon ein Mechaniker – damit man einfach auf Nummer sicher geht.“

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Auf Reisen setzt Lisi ihr Mountainbike oft selbst zusammen.

Fotoshooting als Erholung

Ob das Fotoshooting an so einem Tag mit Aufstehen um 4 Uhr, Zeitverschiebung von einer Stunde, Autofahrt und Stau anstrengend sei? „Nein, cool und entspannt“, sagt Lisi. Schließlich hatte sie schon Fotoshootings, für die sie am Mountainbike fünfzehn Mal dieselbe Stelle fahren musste. Dagegen ist dieser Termin  beinahe erholsam. Und vor allem muss sie an kein bevorstehendes Rennen mehr denken. Griechenland war im Jahr 2015 ihre letzte Weltcup-Station.

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Lisi’s liebstes Hobby: Nichtstun.

In ihrer Freizeit zuhause in Kirchberg nahe Kitzbühel schaltet Lisi gern mal ab von den vielen Reisen und Wettkämpfen: „Wenn ich daheim bin, genieße ich einfach mal die Ruhe und das Nichtstun. Ich muss nicht irgendwo unterwegs sein oder groß was machen, fahre aber auch gern mal nach Innsbruck zum Shoppen. Und ich koche und backe gern.“ So gemütlich geht’s also abseits des Rennalltags bei der Mountainbike-Weltcup-Gesamtsiegerin und achtfachen österreichischen Staatsmeisterin Lisi Osl zu. Mittlerweile ist es acht Uhr abends und das Fotoshooting im Kasten. Zeit zum Schlafen gehen. Selbst einer Lisi Osl geht mal die Luft aus.

Lisi Osl im Portrait auf Sport.Tirol

Auf www.sport.tirol findet ihr ein multimediales Portrait über die zweifache Mountainbike-Gesamtweltcupsiegerin, nach der sogar ein Trail in Tirol benannt wurde.

Die coolen Kleidungsstücke, die Lisi fürs Fotoshooting getragen hat, gibt’s übrigens im Tirol Shop zu erwerben. Weitere Sportlerinterviews und -Portraits  lest ihr im Tirol Shop Sommerkatalog 2016, unter anderem mit  Skeleton-Vizeweltmeisterin Janine Flock, Freerider Björn Heregger, Triathlon-Olympiasiegerin Kate Allen und Fußballtrainer Klaus Schmidt.

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