Innsbrucker Festwochen der Alten Musik (c) Thomas Schrott

Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik – 5 Tipps für jeden Typ

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Ein Festival nur für Klassik-Hardliner? Bei weitem nicht! Bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik könnt ihr auf ganz unterschiedliche Weise andocken und sie in euren ganz persönlichen Tag in Innsbruck einbauen. 5 Beispiele für 5 Kulturfans.

Esther

Esther Pirchner beschäftigt sich beruflich  – aber vor... Zum Autor

1. Für große und kleine Verspielte: Das Schlossfest

Schlossfest Ambras (c) Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

Renaissancegetümmel gibt’s beim Schlossfest im Park von Schloss Ambras.

Ich weiß nicht, ob es Verklärung ist, aber in meiner Erinnerung herrscht immer strahlender Sonnenschein, wenn am 15. August das Schlossfest im Park von Schloss Ambras stattfindet. Am Vormittag geht sich noch ein Badeausflug mit der „Igler“ Straßenbahn an den Lansersee aus, am Rückweg könnt ihr von der Haltestelle „Tummelplatz“ im Wald in ein paar Minuten nach Schloss Ambras spazieren und dort bis zum Abend à la Renaissance feiern – mit Fürsten und Rittern, edlen Damen, Akrobaten und Gauklern, Kinderkostümschau, Essen und Trinken nach Renaissance-Art und anderem mehr.

2. Für Frischluft-Fans: Die Lunchkonzerte im Pavillon

Wusstet ihr, dass der Innsbrucker Hofgarten 600 Jahre alt ist? Auch wenn er heute ganz anders aussieht als in der Renaissance, kann man sich noch gut vorstellen, wie die Landesfürsten und ihre Damen durch den Park gelustwandelt sind. Statt zu lustwandeln nehmt ihr euch für einen Vormittag im Hofgarten aber besser ein Decke und einen Picknickkorb mit und setzt euch für ein spätes Frühstück auf eine der Liegewiesen. An drei Tagen im August gibt es Lunchkonzerte der Innsbrucker bei freiem Eintritt, mit jungen Ensembles und Barockmusik, die dem Musikpavillon im Hofgarten eine ganz eigene, festliche Atmosphäre verleihen. Danach bietet sich ein Besuch in St. Nikolaus an, einem der ältesten Stadtteile von Innsbruck. Über die Fußgängerbrücke am Ende des kleinen Hofgartens führt der Weg auf die andere Innseite mit ihren vielen kleinen Läden und Lokalen, die in den letzten Jahren dort entstanden sind: Geschäfte mit Kunst und Krempel, Seife, Designermode, Musikbars und kleine Restaurants reihen sich hier aneinander.

3. Für Freunde des großen Auftritts: Die Festwochenopern

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Habt ihr Lust auf den großen Auftritt? Dann muss es eine der Festwochenopern im Landestheater oder im Innenhof der theologischen Fakultät sein – „Il matrimonio segreto“ und „Le nozze in sogno“ – oder ein Festwochenkonzert im Spanischen Saal von Schloss Ambras oder im Riesensaal der Hofburg mit Il Giardino Armonico. Wer früh genug dran ist, kann auch dafür günstige Karten ergattern, und sich ganz dem Glanz der Musik, der Ausstattung und der historischen Räume hingeben. Das elegante Kleid, den schicken Anzug, den noblen Schmuck dazu findet ihr in einem der exklusiven Geschäfte in der Innenstadt. Für das ganz besondere Outfit lohnt es sich, Ausschau nach Stücken von heimischen Designern zu halten. Und selbstverständlich solltet ihr die vor der Oper noch bei einem feinen Abendessen oder einem Drink ausführen: zum Beispiel bei der „Wilderin“ in der Altstadt, auf der Terrasse des Hotel „adlers“ oder im „Lichtblick“.

4. Für Experimentierfreudige: Die Sommerfantasien

Elektro-Guzzi-(c)-Innsbrucker-Festwochen-der-Alten-Musik

Elektro Guzzi planen eine Crossover-Sommerfantasie im Treibhaus.

Es gibt immer wieder zeitgenössische Musiker, die sich auf Alte Musik beziehen und daraus etwas Neues, Aufregendes machen. Wolfgang Mitterer, Komponist, Live-Elektroniker der ersten Stunde und Organist, nimmt sich bei den Innsbrucker Festwochen der Orgel in der Schwarzmanderkirche an – mit alten und ganz neuen Spielweisen. Die Wiener Band Elektro Guzzi, die ebenfalls immer gerne in andere Gefilde ausgrasen, sind mit einem Festwochen-Remix zwischen Elektronik und barockem Originalklang im Treibhaus dabei. Das Drumherum? Da würde ich euch m Vorfeld einen Besuch des Wiltener Platzls mit seinen Hipster-Lokalen und -Shops empfehlen oder ihr nehmt im Anschluss noch einen Drink im Treibhaus oder zieht weiter in die Ausgehmeile Bögen und dort in die p.m.k.

5. Für Wissbegierige: Der Alte-Musik-Crash-Kurs

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Das Beste an Festivals ist, dass man in wenigen Tagen ganz in ein Thema eintauchen kann: Musik von morgens bis abends, Workshops, Gespräche … Sucht euch zwei, drei Tage aus und hört euch alles an, was geboten wird. Ihr werdet sehen, dass euch die Ohren aufgehen: 2016 eignen sich dazu besonders gut der 5. und 6. August mit dem Open-Air-Konzert „Concerto mobile“, dem Kinderworkshop „Backstage in der Oper“ und dem oben genannten Auftritt von Elektro Guzzi, und der 16. und 17. August mit dem Violinkonzert „Telemanns Pralinen“ in der Nikolauskapelle von Schloss Ambras, dem Auftritt des Trompetenconsort Innsbruck vor dem Goldenen Dachl, der Festwochenoper „Il matrimonio segreto“, Lunchkonzert II und „The Early Joke“, einer unterhaltsamen Auseinandersetzung mit Barockmusik mit Bjarte Eike und dem Ensemble Barokksolistene im Tiroler Landestheater. Vielleicht seid ihr dann so tief „drin“ in der Alten Musik, dass ihr noch einen Tag anhängt …

 

Infos: Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik beginnen am 19. Juli mit den „Arien für den Kaiser“ und versprechen bis zum 27. August einen musikgeladenen Sommer. Programm, Tickets und mehr auf www. altemusik.at

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