Ein Tag auf den historischen Pfaden in Nauders

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Geschichte und Gegenwart sind unserem Gastautor Clemens beim Besuch in Nauders ständig begegnet: Vom Geocaching bis zur 150 Jahre alten Stieralm, beim Mountainbiken über Grenzen hinweg, und beim Wandern entlang eines ehemaligen Pfades aus dem 1. Weltkrieg. Clemens, Praktikant bei der Tirol Werbung, hat einen Tag lang die Region erkundet und erzählt euch im folgenden Blogbeitrag, warum sich ein Besuch in Nauders am Reschenpass lohnt.  

Gastautor

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Nauders – stand für die diesjährige Informationstour als Destinationsziel für uns am Programm. Früh morgens machten wir uns von dem bewölkten-, leicht regnerischen Innsbruck auf den Weg nach Nauders, durch das von den Einheimischen genannten „Oberes Gricht“, oder offiziell auch Oberinntal, bis nach Nauders, wo wir bei Sonnenschein aus dem Auto stiegen. Das zeigt wie wechselhaft und regional Tirols Wetterlaunen sein können.
Dort wurden wir vor der 2015 neu erbauten Bergbahn „Bergkastelseilbahn“ vom Geschäftsführer der Nauderer Bergbahnen höchstpersönlich und unseren Kollegen des Tourismusverbands Nauders empfangen und durch die Hallen des imposanten und technologisch innovativen Gebäudes geführt.

Bergkastelbahn

Anschließend fuhren wir mit geliehenen Moutainbikes der Nauderer Schischule mit der Gondel hinauf auf den Bergkastel, um uns einen Eindruck des großzügigen, naturbelassenen Kinderspielareals „Goldwasser“ zu machen. Was uns besonders positiv auffiel, dass nur natürliche Ressourcen wie Holz, Stein, Sand oder Wasser dafür verwendet und auf Plastik komplett verzichtet wurde.

Goldwasser

Goldwasser

Das Bullzone – Geocaching bzw. die Schnitzeljagd in Kombination mit der Nauders App funktionierte einwandfrei und erfreut sich hoher Beliebtheit, sowohl bei Einheimischen, als auch bei Urlaubsgästen und Familien. Endpunkt der Schnitzeljagd ist die Stieralm. Eine neu renovierte Alm mit traditionell-innovativer Küche. Besonders macht diese Alm die über 150 Jahren Traditionsgeschichte der Stierhaltung, wo früher Mensch und (S)Tier aus ganz Tirol auf engstem Raum zusammenlebten und diese Spuren bis heute noch zu entdecken sind. Der Hüttenwirt führte uns durch die stilvollen und gemütlichen Räumlichkeiten und erzählte uns die Geschichte der Stieralm. Anschließend wurden wir bestens verköstigt bei einem einzigartigen Blick auf den Dreiländergrenzstein.

Mit den Bikes fuhren wir weiter Richtung Plamort, der Grenze Österreich / Italien, bis zur schon in Italien gelegen Aussichtsplattform mit wunderschönem Blick auf den Reschensee. Bergab ging es dann bis nach Reschen am See und auf dem gut ausgeschilderten Radweg zurück nach Österreich zur Bergkastelseilbahn.

Panorama_Reschensee

Nach einer kurzen Kaffeepause trafen wir uns mit dem Geschäftsführer der Nauderer Schischule, welcher uns auf die historischen Pfade der K & K Zeiten zurückversetzte. Nauders war zu Zeiten des 1. Weltkriegs ein strategisch wichtiger Punkt für Österreich, um die Grenze zu schützen und zu bewachen. Es wurde dort 1916 der sogenannte „Kaiserschützenweg“ von der Festung Nauders beginnend, über 2 Kilometer, mit 500 Meter Höhenunterschied, aufwendig erbaut. Um dieses Stück österreichische Geschichte wieder aufleben zu lassen, renovierte der Tourismusverband Nauders zusammen mit der Nauderer Schischule diesen eindrucksvollen, teils in Hänge gebauten Weg. Mit atemberaubenden Ausblicken auf die schweizer und österreichischen Berge und das Oberinntal mit dem türkiesfarbenen Inn, ist der Kaiserschützenweg ein Must-see für Jedermann.

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