Fiss-Ladis, Bertas Kinderland

Skiurlaub mit Kindern – alles was ihr wissen müsst

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Hallo Nachwuchs, tschüss Skipiste? Bitte nicht! Denn es gibt Dinge, die ändern sich einfach nie. Dazu gehört für einige sicher die Liebe zu den Bergen, zum Schnee und eben auch zum Wintersport. Nur weil jetzt Kinder im Haus sind, heißt das ja nicht, dass der nächste Skiurlaub um ein paar Jahre nach hinten verschoben werden muss, richtig? Deshalb beantwortet Dani in diesem Gastbeitrag die wichtigsten Fragen vor der Planung eines Skiurlaubs mit Kind/Familie.

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Auch Kinder können sich schon prima auf Skipisten tummeln, sich frei bewegen und herumtoben was das Zeug hält! Wer früh anfängt, saust die Pisten auch schneller geübt nach unten als wir schauen können!

Wohin fahre ich mit Kindern am besten in den Skiurlaub?

Tirol ist wunderschön und die Auswahl bei 3.400 Pistenkilometern alles andere als leicht. Familientaugliche Skigebiete warten darauf, befahren zu werden, die kinderfreundlichsten Skigebiete findet ihr an dieser Stelle: www.tirol.at/familienskigebiete. Denn alle kinderfreundlichen Skigebiete haben ein Kinderland, in dem die Kids nicht nur Skifahren lernen, sondern auch mit Gleichgesinnten toben können.

Ab auf die Piste – ab wann eigentlich?

Skifahren lernen können Kinder schon relativ früh. Bereits ab vier Jahren haben die meisten Kleinkinder großen Spaß daran, auf zwei Brettern erste einfache Pisten hinunter zu sausen. Mit einem Skilehrer macht es noch mehr Spaß.

Beste Betreuung in Fiss-Ladis in Bertas Kinderland

Beste Betreuung in Fiss-Ladis in Bertas Kinderland

Zu früh für die Piste?

Hat das Kind Spaß am Fahren oder will lieber auf Mamas Arm? Dann vielleicht lieber einmal drüber schlafen oder eben noch eine Saison warten – und einfach noch mal das Glück auf den Brettern im nächsten Jahr versuchen. Stattdessen auf Alternativprogramm mit der ganzen Familie umschalten: auf den Schlitten umsteigen oder die ein oder andere Winterwanderung oder Kutschfahrt mitnehmen. Nichts ist schöner, als unberührte und stille Tiroler Winterlandschaften – ganz besonders wenn am Ende Kaiserschmarren und Kakao warten! Und der klassische Skifahrer sieht auch mal was anderes, als perfekt präparierte Skipisten.

Was bieten die Tiroler Skischulen an?

Die meisten Skischulen bieten gut ausgebildete Skilehrer an die den Umgang mit kleinen Kindern gewöhnt sind oder sogar eine pädagogische Ausbildung mitbringen. Wenn dann die Gruppe nicht zu groß ist, ist es eigentlich schon perfekt. Der Skilehrer kann sich im Zweifel jeden Neuzugang auf der Skipiste genauer anschauen, Hilfestellungen geben und dafür sorgen, dass die Kinder Spaß am und im Schnee und natürlich auf den Brettern haben.

Einfacher starten Kinder auf der Piste, wenn sie bereits erste Kindergartenerfahrungen sammeln konnten, schlicht, weil sie den sozialen Gruppenkontakt schon kennen und sich so leichter in eine neue Gruppe mit neuen Kindern einfügen können.

Dann wird der Skikurs auch zum Erfolgserlebnis! Denn wer Erfolge hat, wird selbstbewusst und alle Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, der hier gefordert und gefördert wird, genauso wie motorische Fähigkeiten. Und am Ende des Tages sind da drei neue Freunde für den Rest der Woche!

Skifahren macht Spaß, ist aber durchaus anstrengend, deswegen sollten Eltern ihre Kinder nach einem drei- bis vierstündigen Kurs vielleicht nicht unbedingt noch drei weitere Stunden über die Pisten jagen.

Kinderskigruppe im Pitztal, Skigebiet Hochzeiger

Kinderskigruppe im Pitztal, Skigebiet Hochzeiger

Die richtige Ausrüstung – Welche Kleidung?

Wer auf der Piste steht, braucht die richtige Ausrüstung. In meinen Augen mit das Wichtigste: richtig gute Handschuhe. Denn in den letzten Jahren habe ich das immer gleiche Bild beobachten können: Mein Kind lutscht den Schnee vom Handschuh und der ist innerhalb kürzester Zeit klitschnass. Im schlechtesten Fall eben auch IM Handschuh. Kinder essen Schnee offenbar so gern und vor allem immer, wenn sie gerade nichts zu tun haben. Beim Warten am Lift, beim Warten auf die Gruppe oder schlicht weil sie es können. Handschuhe stecken ständig im Schnee und im Mund. Daher würde ich hier dringend ein gutes und sehr dichtes Modell empfehlen.

Gut gekleidet ist schon halb gewonnen und wir kennen es alle: Das Zwiebelprinzip ist im Schnee immer die beste Lösung. Kinder heizen anders als Erwachsene und frieren leise. Lieber mehrere dünne Schichten übereinander tragen. Und ja, auch für kleine Kinder lohnt sich der Einsatz teurer Merino-Unterwäsche. Sie isoliert sehr gut, wärmt bei Kälte und hält Feuchtigkeit weg vom Körper.

Skioverall? Würde ich drauf verzichten. Wenn kleine Kinder auf Toilette müssen, hängen die Ärmel ganz schnell auf dem Boden, auf dem im schlimmsten Fall nicht nur nasse Skischuhe unterwegs waren. Und: Kinder können sich Jacke und Schneehose besser und einfacher selbst an- und ausziehen.

Die richtige Ausrüstung – Ski, Skischuhe und Helm ausleihen?

Wer nicht im Skigebiet wohnt, sondern nur zu Besuch ist, für den lohnt es sich eigentlich selten, Ski, Stöcke und Schuhe selbst anzuschaffen. Bei Kindern noch viel weniger, denn die brauchen ja jede Saison eine Komplettausstattung. Die Skiausrüstung könnt ihr heute ganz bequem an jeder Station mieten – und euch vorher auch gut beraten lassen. Gerade bei Kindern sollten z.B. die Skischuhe bequem sein und nirgends drücken, aber eine harte Schale haben (und darauf achten, dass die Skisocken keine Falten werfen!). Wenn es drückt und kneift: Umtauschen geht immer! 

Die Ski reichen bis Kinnhöhe – wer noch ein paar alte Kinderski zu Hause hat, bitte, leiht euch lieber ein neues Paar, insbesondere, wenn die alten Ski keine Carving-Skier sind.

Take Off - Snow & Fun Center Skiverleih in Serfaus

Take Off – Snow & Fun Center Skiverleih in Serfaus

Wer keine Lust hat, die gesamte Ausrüstung jeden Tag hin und her zu schleppen – und ich habe insbesondere mit Kindern keine Lust – dem sei ein Ski-Depot nahegelegt. Hier könnt ihr alles, was ihr oben am Berg braucht, aufbewahren. Die Skischuhe sind am nächsten Tag trocken und warm (schon mal eiskalte Schuhe aus dem Kofferraum angezogen? Brrr…)

Ein Helm sollte IMMER passen. Beim Kauf oder Leihen am besten beraten lassen und auf keinen Fall einen Helm nehmen, der „ach, nur ein bisschen“ zu groß ist. 

Eine Skibrille schadet nicht, alternativ geht auch eine Sonnenbrille mit Sicherheitsglas, denn Schnee reflektiert viel Licht. 

Nicht vergessen: Sonnencreme, denn Schnee reflektiert viel Sonne mitten ins Kindergesicht und für besonders kalte, schneereiche Tage eine Fettcreme (z.B. Wind und Wetterbalsam von Weleda) – die schützt die empfindliche Kinderhaut vor der Kälte, wenn der Schal mal wieder verrutscht.

Keine Piste heute? Wie lautet das perfekte Alternativprogramm?

Neuer Skifahr-Versuch in der nächsten Saison? Macht nichts! Das sollte Familien ja nicht davon abhalten, trotzdem einen spannenden und erfüllenden Winterurlaub für die ganze Familie zu erleben. Egal ob ein Besuch im Bergwerk, Snowtubing, Rodeln, Winterspaziergänge oder Schwimmen, auch abseits der Pisten bietet Tirol jede Menge Spaß und Abwechslung in allen Bereichen für Kinder und Eltern an.

Wenn die Eltern mal den ein oder anderen Tag auf der Piste verbringen wollen, gibt es auch in allen familienfreundlichen Skigebieten professionelle Kinderbetreuung.

Abseits der Skipisten im Pitztal

Abseits der Skipisten im Pitztal

Was ist sonst noch wichtig für den Winterurlaub in Tirol?

Anreise: Meistens sind alle Gebiete sehr gut mit dem Zug zu erreichen. Vor Ort bringen einen die Skibusse auch direkt in die Skigebiete.

Wer mit viel Gepäck reist, hat es eventuell einfacher, wenn er mit dem Auto kommt und ist so auch vor Ort flexibler und kann beispielsweise an schlechten Tagen mit dem Auto bequem andere Sehenswürdigkeiten anfahren.

Für lange (Zug)fahrten haben wir ausserdem eine Malvorlage für den Nachwuchs vorbereitet, der die Vorfreude auf den Winterurlaub schon mal ansteigen lässt – was packe ich in meinen Koffer.

Grundsätzlich wird der Koffer größer sein, als im Sommer, weil deutlich dickere Klamotten transportiert werden, die Winterjacke ist halt kein Bikini – mit muss aber beides. Ist die Skiausrüstung ebenfalls noch im Gepäck, dann vielleicht in der Ferienwohnung oder dem Hotel anfragen, ob ein Transfer angeboten wird.

Was ihr auf keinen Fall vergessen dürft findet ihr auf unserer Packliste. Es gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

danidoegeDie Bretter, die die Welt bedeuten, gehören für Dani zum Leben dazu, seit sie vier Jahre alt ist – ihre Mutter wollte ja auch, dass sie Profi wird. Weil es dafür aber nicht gereicht hat, schreibt sie in ihrem Blog butterflyfish.de jetzt eben über Design und Reisen für Kinder und ihre Liebe zu den Bergen, die auch nach ihrem Umzug von München nach Berlin nicht nachgelassen hat. Dani lebt mit ihrer fast 10jährigen Tochter, dem Patchworksohn und ihrem Mann in Berlin – einmal im Jahr muss eine Skireise aber immer noch sein.

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